Laotse für Manager

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Management

Laotse (Laozi  老子) lebte wahrscheinlich im 6. Jahrhundert vor Christus. Es gibt jedoch keinen sicheren Nachweis seiner Existenz. Man berichtet, dass er Geschichtsschreiber gewesen sei. Zu seinen Aufgaben gehörte es, alle offiziellen Dokumente zu kopieren und zu archivieren. Auf seinem Schreibtisch türmten sich die Dokumente, die das Chaos der Welt abbildeten. Laotse überlegte sich, wie man diesem Chaos Herr werden könnte. So wurde er zum Philosoph. Als die Welt so schlimm wurde, dass er es nicht mehr aushielt, bat er den König um seine Entlassung. Er wollte das Land verlassen, aber an der Grenze wurde er aufgehalten. Da er nicht bezahlen konnte, musste er seine Weisheiten für den Grenzer niederschreiben. Laotse entschwand dann ins Nirgendwo, seine Gedanken aber berührten die chinesische Volksseele von Anfang an. Laotse gilt als Begründer des Daoismus (Taoismus). Das wichtigste Werk des Daoismus ist das Tao Te King. Der Text stammt aber wahrscheinlich erst aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.
Laotse relativiert das Leben. Er entwickelt das geduldige Abwarten und die Einsicht in das Gegebene. Er predigt die kreative Gelassenheit.

Drei Zitate:
•    Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit.
•    Also der Erwachte: Weil er nicht scheinen will, leuchtet er. Weil er von sich absieht, wird er beachtet. Weil er nichts für sich will, hat er Erfolg. Weil er nichts aus sich macht, hat er Macht. Weil er nicht widersteht, widersteht ihm nichts
•    Auf der Welt gibt es nichts, was weicher und dünner ist, als Wasser. Doch um Hartes und Starres zu bezwingen, kommt nichts diesem gleich. Dass das Schwache das Starke besiegt, das Harte dem Weichen unterliegt, jeder weiß es, doch keiner handelt danach

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