Reise(ver)führer

Das ist keine echte Buchbezeichnung. Das Wort drückt bereits eine Philosophie aus: Ein Verführer – zum Reisen. Es kommt nicht mehr so sehr auf die reinen Informationen an. Diese kann man heute auch im Internet nachlesen. Es kommt auf die Stimmung an. Text und Bild sind gleichberechtigt.
Unbekannter Nachbar Portugal, AT, Aarau, 1986
Sonntagsausflug (Nürnberg und Umgebung), Hans Carl, Nürnberg, 1989
Die schönsten Wohnmobil-Touren durch USA, Motorbuch, Stuttgart, 1998
Weinwandern in Franken; 10 Spaziergänge zwischen Bamberg und Würzburg, J. Berg, München, 2008
Stille Wege rund um Nürnberg; Wander-, Rad- und Autotouren abseits des Trubels, J. Berg, München, 2009
Grenzgänger: Von der Todeszone zum Lebensraum, E-Book, Amazon, 2014
66 Lieblingsorte und 11 Winzer: Mainfranken entdecken, Gmeiner Verlag, Meßkirch, 2014
111 Orte in Mittelfranken, die man gesehen haben sollte, Emons Verlag, Köln, 2014
95 Lutherorte, die Sie gesehen haben müssen, Spurensuche auf den Lutherwegen durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Verlag: Neukirchener/Aussaat, 2015
Um was geht es?
Es genügt heute nicht mehr, den Menschen nur Informationen zur Verfügung zu stellen, sondern das Erleben beginnt bereits beim Buch. Die Vorfreude wird wichtiger. Die Reise(ver)führer bedienen zunächst diese Vorfreude. Sie regen an.
Wie kommt man denn auf die Idee?
Immer mehr Verlage haben diese Buchgattung entdeckt. Und immer mehr Leser erfreuen sich daran.
Was kann ich davon profitieren?
Ich habe festgestellt, dass man selbst in Regionen, die man gut kennt, auch selbst immer neue Entdeckungen macht. Die Systematik des Arbeitens beschert einen ganz neue, überraschende Erkenntnisse.
Was bringt die Zukunft?
Die meisten Bücher dieser Gattung widmen sich einer Region. Ich bin der Meinung, dass die Zukunft den Kulturstraßen gilt, also Bücher, die zum Reisen auf Kultur-Straßen verführen.